Vera Komnig

Art/ Paintings and more…


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Walking On Sunshine

Walking On sunshine.

Ahhh….um mich herum fallen die puderweissen, nassen Schneeflocken und tauchen die Welt in Wattewolken. Ich aber „spaziere“ mit südländischen Sommerfarben und schwelgerischem Sonnlicht über das schönste Leinwandgewebe, was ich je unter meinen Pinseln und Händen hatte.

„Madrid“ nennt sich das reine, besonders schwere Leinengewebe. 440g auf einen m2. Das lässt mein Künstlerherz höher schlagen.

Ganz von allein finden hier die Farben ihren besten Platz und legen sich sanft und geschmeidig auf das Gewebe, dass ich nur staunen kann. Die Pinselhaare küssen die Leinenfäden und beginnen einen zarten Liebesreigen und ehe ichs mich versehen kann, hat sich das Bild vollendet:

Walking On Sunshine

Ahhh …. around me the powder-white, wet snowflakes fall and plunge the world into cotton wool clouds. But I „walk“ with southern summer colors and reveling sunlight over the most beautiful canvas fabric, which I ever had under my brushes and hands.

„Madrid“ is the name of the pure, particularly heavy linen fabric. 440g on a m2. That makes my artist’s heart beat faster.

Like by itself, the colors find their best place here and lie down gently and smoothly on the fabric that I can only marvel. The brush hairs kiss the linen threads and begin a delicate dance of love and faster than I’ve seen the picture has been completed:

Impressionen:

Let your heart fill with joy and wonder


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Out of Silence

Out of Silence– Aus der Stille

Machmal ist es so laut und hektisch in der Welt, dass ich die Stille ganz besonders liebe.

Inspiriert davon hat sich hier eine kleine Bilderserie in die Welt gebracht: Out Of Silence- Daydream/ Nightfall/ Home

Out Of Silence

Dieser köstliche Moment, wenn sich Schleier heben und erste Gedanken eine Welt formen, die es zu beleben gilt. Die Stille, die so erholsam ist, bleibt immer da. Im Hintergrund. Und spürbar. So erfrischend, immer wieder dort hinein zu tauchen und dann wie neugeboren sich ins Leben werfen. Sprühend, frei und ungestüm, so, wie sich der Augenblick gestalten will.

Egal, was „aussen“ ist, innen ist man immer Zuhause.

Out Of Silence

Sometimes it’s so loud and hectic in the world that I particularly love the silence.

Inspired by this, a small series of images has come into the world: Out Of Silence-  Daydream / Nightfall / Home

Out Of Silence

This delicious moment when veils lift and first thoughts form a world to revive. The silence that is so relaxing, always stays there. In the background. And noticeable. So refreshing to dive into it again and again and then reborn into life. Spraying, free and impetuous, as the moment wills.

No matter what is „outside“, inside you are always at home.

Let your heart fill with joy and wonder


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Fly high

Flieg hoch. Fly high.

Flieg so hoch, dass du alles aus einer neuen Perspektive betrachten kannst.
Mit Abstand.
Das sage ich mir oft. Vor allem, wenn ich mich festgefahren glaube. Worin auch immer. In der Arbeit, einem Bild, vielleicht will nichts richtig voran gehen, oder andere Dinge scheinen erdrückend, undurchschaubar, stockend. Stillstand.

Dann hilft mir der Perspektivwechsel. In die „Höhe“ steigen. Nicht unbedingt wörtlich, obwohl ein Flug tatsächlich Wunder wirken kann.
Alles aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Einem weiteren Blickwinkel vor allem.
Und plötzlich findet sich alles neu. Vieles verschwindet aus der Entfernung in der Bedeutungslosigkeit und ein „großes Ganzes“ wird sichtbar.
Und dann ist Stille
Und Frieden.
Ich liebe es.

Fly high.
Fly so high that you can see everything from a new perspective.
With distance.
I often say that to myself. Especially if I think I’m stuck. Whatever. In the work, a picture, maybe nothing wants to go right, or other things seem overwhelming, inscrutable, halting. Standstill.

Then the change of perspective helps me. Get into the „height“. Not necessarily literal, though a flight can actually work wonders.
See everything from a different angle. Above all else.
And suddenly everything is new. Much disappears from the distance in meaninglessness and a „big whole“ becomes visible.
And then there is silence
And peace.
I love it.

Fly high

Fly High
Acrylic on unstretched canvas
91 x 159 cm

Impressionen

Let your heart fill with joy and wonder


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In Arbeit…In progress

Hach, ich schwelge derzeit in Farbe, dass ich hindurch schwimmen könnte, so sehr kann ich mich darin verlieren.

Zinnoberrot, Krappkarmin, Orange, Kadmiumgelb, Indigoblau und natürlich: Leinwand!

216x 212 cm liegt sie dort zugeschnitten und wartete auf die ersten Pinselstriche:

Hach, I currently revel in color that I could swim through it, so I can lose myself in it.

Vermilion, madder carmine, orange, cadmium yellow, indigo blue and of course: canvas!

216x 212 cm she lies there, cut and waiting for the first brushstrokes:

Canvas 216x 212 cm

Die ersten Farben fanden ihren Weg….

The first colors found their way ….

So schaut es inzwischen aus und muss erst einmal trocknen , ehe es dann weitergehen kann. Ich bin schon sehr ungeduldig…. und verliebt.

This is how it looks now and has to dry before it can go on. I am very impatient …. and in love.

step 5

 

Fortsetzung folgt…To be continued…

 


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Yellow Breeze

Yellow breeze

Ich glaube fast, wir alle brauchen manchmal eine  Yellow Breeze, eine „gelbe Brise“, die das Harte und Dunkle zu einer unbeschwerten Art macht und unsere Füße über die Wege des Lebens fliegen lässt.

I think we all need sometimes a „Yellow Breeze“ which turns the hard and dark into a lighthearted manner and let our feet flying over the pathways of lifes.

Hier ist sie für euch/ here it is for you:

Yellow Breeze

Yellow Breeze

SOLD (UK) Yellow Breeze, Acrylic on unstretched raw canvas, 159x 92 cm

Impressionen

Prints are available


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Schicht im Schacht: Schwarzes Gold…

Nu is Schicht im Schacht.

Schwarzes Gold! Black gold!

Ich bin damit aufgewachsen: Schwarze Luft, schwarze Fensterbänke, Wäsche, die draussen trocknet, holt man schwarz wieder rein.

Bergbau, mitten im Ruhrpott, wo die Luft nach faulen Eiern stinkt und das Licht der Strassenlaterne die immerwährende dicke Staubschicht nicht gänzlich durchbricht. Russ in der Luft. Immer.

I grew up with it: Black air, black window sills, laundry that dries out, you get back in black.
Mining, in the middle of the Ruhr Valley, where the air stinks of rotten eggs and the light of the street lamp does not completely break through the everlasting thick layer of dust.

Russ in the air. Always.

Nun ist Schluss. Now it’s over.

Die 250 Jahre andauernde Ära Bergbau geht im Dezember diesen Jahres zuende. Ein wenig wehmütig ist mir da schon ums Herz.

Mir, die ich als Kind noch auf den Schlackebergen in Duisburg Walsum spielte. „Monte Schlacko“ nannten wir Kinder  unseren „Spielhügel“.

„Kommste mit auffen Monte Schlacko?“ und jeder wusste Bescheid, wo wir zu finden waren.

Die weissen Söckchen immer mit dunkelgrauschwarzem Staubrand am Ende des Tages. Kartoffeln am Stock im Kohlefeuer gebraten. Die Wohnung ohne Heizung und nur durch einen großen Kohleofen geheizt.

The 250-year era of mining is coming to an end in December this year. A little wistfully is already there in my heart.

Me, who as a child I still played on the slag mountains in Duisburg Walsum. „Monte Schlacko“ we children called our „play hill“.

Are you coming to Monte Schlacko“ and everyone knew where we were.

The white socks always with dark gray-black dust edge at the end of the day. Potatoes fried on a stick in a coal fire. The apartment without heating and heated only by a large coal stove.

Ich höre noch den Lärm der Schütte, wenn die neu gelieferte Eierkohle durch die Eisenrutsche in den Keller rauschte.

Danach hieß es immer erst: sauber machen. Die Luft stand vor Ruß.

Meine beiden Großväter arbeiteten noch auffer „Zeche“: Unten, in den Stollen, wo es dunkel, stinkend, glitzernd nass und heiss war. Und gefährlich! Soviele Grubenunglücke passierten in der gesamten Ära, soviele Bergleute fanden unten in den Stollen den Tod.

Mein Großvater aus Walsum diente schon im ersten Weltkrieg. Dann im zweiten Weltkrieg und heimgekehrt aus der russischen Kriegsgefangenschaft verdingte er sich als Übersetzer für die russischen „Fremdarbeiter“ im Pütt.

Großvater „Opa Herne“ schuftete noch im Stollen, erlitt dort einen schweren Unfall mit Schädelverletzung, die sein restliches Leben beeinträchtigte. Trotzdem ist er über 90 Jahre alt geworden.

I can still hear the noise of the chute when the newly delivered charcoal rustled through the iron chute into the cellar.

Then it was always first: clean up. The air stood before soot.

My two grandfathers were still working on the „mine“: down, in the tunnels, where it was dark, stinking, glistening wet and hot. And dangerous! So many mining accidents happened throughout the era, so many miners found death in the tunnels below.

My grandfather from Walsum served in the First World War. Then, during World War II and returned from the Russian prisoner of war, he worked as a translator for the Russian „foreign workers“ in Pütt.

Grandfather „Opa Herne“ was still working in the tunnel, there suffered a serious accident with skull injury, which affected his remaining life. Nevertheless, he became over 90 years old.

Auch in meinem Freundeskreis waren Bergleute. Ein damaliger Freund arbeitete als Steiger und war nicht unglücklich über die Privilegien, die dieser Job einem gemeinen Bergmann gegenüber mit sich brachte. Oft und gerne erzählte er, dass er zwar „runter“ in die Hitze müsse, dort aber nicht mehr am Abbruch Hammer stünde, sondern die körperlich schwerste Arbeit von den Bergleuten gemacht werden musste. Währenddessen machte er es sich in einer kleinen Ausbuchtung der Stollen „gemütlich“. So etwas wie ein Pausenraum. Hier war es zwar ebenfalls heiss, aber nicht mehr ganz so laut und man hatte seine Ruhe. Peter hieß er. Ich weiss gar nicht , was aus ihm geworden ist.

Also in my circle of friends were miners. A friend at the time worked as Steiger and was not unhappy about the privileges this job entailed.
Often like he told me that he indeed „down“ must in the heat, but would no longer be at the demolition hammer, but the physically hardest work had to be done by the miners.
Meanwhile he made himself comfortable in a small bulge of the tunnels. Something like a break room. Here it was also hot, but not so loud and you had your peace. Peter was his name. I do not know what happened to him.

Nun endet also diese Bergbau Ära, in der ich aufgewachsen bin.

Und ein Bild ist entstanden.

Als Hommage an all die schwer arbeitenden Bergleute der letzten 250 Jahre. Es ist mir einen Herzensangelegenheit hiermit meinen tiefsten Respekt allen Bergarbeitern gegenüber zum Ausdruck zu bringen!

Glück auf und Schicht im Schacht!

Now ends this mining era in which I grew up.

And a picture has been created.

As tribute to all the hard-working miners of the last 250 years. It is my heartfelt concern to express my deepest respect to all miners!

Good luck and Schicht im Schacht!

„Schwarzes Gold“

Schicht im Schacht-Schwarzes Gold, Acrylic on Canvas, 100x 100 cm

Wer mehr über den Bergbau und die gesamte Ära lesen möchte, findet hier viel Wissenswertes: 

Who wants to read more about the mining industry and the whole era is a lot of information here:

https://bergbau-im-revier.de/