Vera Komnig

Art/ Paintings and more…


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Yellow Breeze

Yellow breeze

Ich glaube fast, wir alle brauchen manchmal eine  Yellow Breeze, eine „gelbe Brise“, die das Harte und Dunkle zu einer unbeschwerten Art macht und unsere Füße über die Wege des Lebens fliegen lässt.

I think we all need sometimes a „Yellow Breeze“ which turns the hard and dark into a lighthearted manner and let our feet flying over the pathways of lifes.

Hier ist sie für euch/ here it is for you:

Yellow Breeze

Yellow Breeze, Acrylic on unstretched, raw canvas, 159x 92 cm

 

Impressionen

 

 

Prints are available

 


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Schicht im Schacht: Schwarzes Gold…

Nu is Schicht im Schacht.

Schwarzes Gold! Black gold!

Ich bin damit aufgewachsen: Schwarze Luft, schwarze Fensterbänke, Wäsche, die draussen trocknet, holt man schwarz wieder rein.

Bergbau, mitten im Ruhrpott, wo die Luft nach faulen Eiern stinkt und das Licht der Strassenlaterne die immerwährende dicke Staubschicht nicht gänzlich durchbricht. Russ in der Luft. Immer.

I grew up with it: Black air, black window sills, laundry that dries out, you get back in black.
Mining, in the middle of the Ruhr Valley, where the air stinks of rotten eggs and the light of the street lamp does not completely break through the everlasting thick layer of dust.

Russ in the air. Always.

Nun ist Schluss. Now it’s over.

Die 250 Jahre andauernde Ära Bergbau geht im Dezember diesen Jahres zuende. Ein wenig wehmütig ist mir da schon ums Herz.

Mir, die ich als Kind noch auf den Schlackebergen in Duisburg Walsum spielte. „Monte Schlacko“ nannten wir Kinder  unseren „Spielhügel“.

„Kommste mit auffen Monte Schlacko?“ und jeder wusste Bescheid, wo wir zu finden waren.

Die weissen Söckchen immer mit dunkelgrauschwarzem Staubrand am Ende des Tages. Kartoffeln am Stock im Kohlefeuer gebraten. Die Wohnung ohne Heizung und nur durch einen großen Kohleofen geheizt.

The 250-year era of mining is coming to an end in December this year. A little wistfully is already there in my heart.

Me, who as a child I still played on the slag mountains in Duisburg Walsum. „Monte Schlacko“ we children called our „play hill“.

Are you coming to Monte Schlacko“ and everyone knew where we were.

The white socks always with dark gray-black dust edge at the end of the day. Potatoes fried on a stick in a coal fire. The apartment without heating and heated only by a large coal stove.

Ich höre noch den Lärm der Schütte, wenn die neu gelieferte Eierkohle durch die Eisenrutsche in den Keller rauschte.

Danach hieß es immer erst: sauber machen. Die Luft stand vor Ruß.

Meine beiden Großväter arbeiteten noch auffer „Zeche“: Unten, in den Stollen, wo es dunkel, stinkend, glitzernd nass und heiss war. Und gefährlich! Soviele Grubenunglücke passierten in der gesamten Ära, soviele Bergleute fanden unten in den Stollen den Tod.

Mein Großvater aus Walsum diente schon im ersten Weltkrieg. Dann im zweiten Weltkrieg und heimgekehrt aus der russischen Kriegsgefangenschaft verdingte er sich als Übersetzer für die russischen „Fremdarbeiter“ im Pütt.

Großvater „Opa Herne“ schuftete noch im Stollen, erlitt dort einen schweren Unfall mit Schädelverletzung, die sein restliches Leben beeinträchtigte. Trotzdem ist er über 90 Jahre alt geworden.

 

I can still hear the noise of the chute when the newly delivered charcoal rustled through the iron chute into the cellar.

Then it was always first: clean up. The air stood before soot.

My two grandfathers were still working on the „mine“: down, in the tunnels, where it was dark, stinking, glistening wet and hot. And dangerous! So many mining accidents happened throughout the era, so many miners found death in the tunnels below.

My grandfather from Walsum served in the First World War. Then, during World War II and returned from the Russian prisoner of war, he worked as a translator for the Russian „foreign workers“ in Pütt.

Grandfather „Opa Herne“ was still working in the tunnel, there suffered a serious accident with skull injury, which affected his remaining life. Nevertheless, he became over 90 years old.

 

Auch in meinem Freundeskreis waren Bergleute. Ein damaliger Freund arbeitete als Steiger und war nicht unglücklich über die Privilegien, die dieser Job einem gemeinen Bergmann gegenüber mit sich brachte. Oft und gerne erzählte er, dass er zwar „runter“ in die Hitze müsse, dort aber nicht mehr am Abbruch Hammer stünde, sondern die körperlich schwerste Arbeit von den Bergleuten gemacht werden musste. Währenddessen machte er es sich in einer kleinen Ausbuchtung der Stollen „gemütlich“. So etwas wie ein Pausenraum. Hier war es zwar ebenfalls heiss, aber nicht mehr ganz so laut und man hatte seine Ruhe. Peter hieß er. Ich weiss gar nicht , was aus ihm geworden ist.

Also in my circle of friends were miners. A friend at the time worked as Steiger and was not unhappy about the privileges this job entailed.
Often like he told me that he indeed „down“ must in the heat, but would no longer be at the demolition hammer, but the physically hardest work had to be done by the miners.
Meanwhile he made himself comfortable in a small bulge of the tunnels. Something like a break room. Here it was also hot, but not so loud and you had your peace. Peter was his name. I do not know what happened to him.

Nun endet also diese Bergbau Ära, in der ich aufgewachsen bin.

Und ein Bild ist entstanden.

Als Hommage an all die schwer arbeitenden Bergleute der letzten 250 Jahre. Es ist mir einen Herzensangelegenheit hiermit meinen tiefsten Respekt allen Bergarbeitern gegenüber zum Ausdruck zu bringen!

Glück auf und Schicht im Schacht!

Now ends this mining era in which I grew up.

And a picture has been created.

As tribute to all the hard-working miners of the last 250 years. It is my heartfelt concern to express my deepest respect to all miners!

Good luck and Schicht im Schacht!

„Schwarzes Gold“

Schwarzes Gold, Acrylic on Canvas, 100x 100 cm

 

Wer mehr über den Bergbau und die gesamte Ära lesen möchte, findet hier viel Wissenswertes: 

Who wants to read more about the mining industry and the whole era is a lot of information here:

https://bergbau-im-revier.de/

Und hier noch ein paar Imressionen/ a few impressions to

„Schwarzes Gold“

 


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It’s a new dawn, it’s a new day….

Die große Leinwand ist fertig, hat ihren Namen bekommen und darf hinaus in die Welt:

The big canvas is ready, got its name and may go out into the world:

It’s a new dawn, it’s a new day.

It’s a new dawn, it’s a new day
Acrylic on unstretched canvas
132,5 x 216 cm

 

Impressionen:

 

Hier findet ihr noch einmal alle Ge-Schicht-en die zu „It’s a new dawn, it’s a new day“ geführt haben.

Here you can find all the „stories“ that led to „It’s a new dawn, it’s a new day“.

*CLICK*

Und nun schauen wir, was der neue Tag uns bringt. Ganz egal, was hinter uns liegt, vor uns ist ein neuer Morgen mit neuen Chancen, Abenteuern und Möglichkeiten…voller Versprechen und Geheimnisse, die entdeckt werden wollen.
And now let’s see what the new day brings us. No matter what lies behind us, there is a new dawn ahead with new chances, adventures and opportunities … full of promises and secrets to be discovered.


Let’s „feeling good“


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Meeresleuchten

Hier kommt es herein geschwommen: Meeresleuchten

…inspiriert von einem wundervollen Gedicht von Friedrich Hebbel steigt es aus dunklen Meerestiefen zu uns empor.

Inspired by a wonderful poem by Friedrich Hebbel, it rises from dark depths of the sea to us.

Meeresleuchten

 

Aus des Meeres dunklen Tiefen

Stieg die Venus still empor,

Als die Nachtigallen riefen

In dem Hain, den sie erkor.

 

Und zum Spiegel, voll Verlangen,

Glätteten die Wogen sich,

Um ihr Bild noch aufzufangen,

Da sie selbst auf ewig wich.

 

Lächelnd gönnte sie dem feuchten

Element den letzten Blick,

Davon blieb dem Meer sein Leuchten

Bis auf diesen Tag zurück.

 

Friedrich Hebbel

Meeresleuchten, Acrylic on canvas, 120x 100 cm

 

 


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Flirrewirbelwind wirbelt herein…Flirrewirbelwind whirls in

Huii, es quirlt und wirbelt der Flirrewirbelwind herein.

Krapplack umsäumt seine Füße, die Mitte umsaust von Kornähren im flirrenden Licht.

Soviel Spaß hat es mir gemacht im nahen und rotgoldenen Herbst noch einmal einen Hauch von Sommererinnerung ins Bild zu bannen.

Sommerstürme fegten in diesem Jahr so  oft über unser Land und ließen das reife Korn im Wind tanzen.

Ich höre noch das sirrende Flirren in der Luft und rieche den satten Sommer im Nachklang. Herrlich.

Huiii, it’s whirls and swirls in the Flirrewirbelwind.

Krapplack fringes his feet, the center laps of ears of corn in the shimmering light.

So much fun it made me in the near and red golden autumn once again hint of summer memories into the picture.

Summer storms swept this year often over our land and let the ripe grain dance in the wind.

I can still hear the whirring flicker in the air and smell the summer lush in the aftertaste. Glorious.

 

Flirrewirbelwind

Flirrewirbelwind
Acrylic on canvas
90x 120 cm

 

Impressionen:

 ❤


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„Bliss“ schmiss sich auf die Leinwand…“Bliss“ threw himself on the canvas

Die Pinsel wirbelten nur so über die Leinwand.

Ich kam kaum mit den Augen hinterher und hatte nur Freude, glucksende Freude in mir und große Stauneaugen über das, was dort entstand:

Bliss, so will es heissen, das Bild, was sich selbst geboren hat.

In Pink-Violett-Orange hat es sich gewandet, eine Schaumkrone Weiss im Haar, Ultramarin an den Strümpfen und Phtaloblau um die Taille.
Bliss, wenn alle Gedanken enden, der Verstand steht still und ruht…in sich selbst…die Welt verschwindet in einem See unendlichen Friedens…flirrendes Licht…schäumende Glückseligkeit: Liebe.

Bliss, Acrylic on canvas 100x 100cm

The brushes swirled over the canvas.

I barely followed my eyes and had only joy, chortle joy in me and big wondering eyes about what was there:

Bliss, it’s saying, the image, which has given birth itself.

In pink-purple-orange it has dressed itself with a white foam in the hair, ultramarine on the stockings and phthalic blue around the waist.
Bliss , when all thoughts end, the mind stands still and resting …in itself …. the world disappears in a lake of infinite peace … shimmering light … foaming bliss: love.

 


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Be free, dream wild….

Selten ließ sich ein Bild so lang bitten, bis es mir seinen Titel verriet.

Seit einer Woche schon wartete die große Leinwand darauf, sich euch zu zeigen und wollte erst einen Namen tragen, den es euch präsentieren kann. Schon hatte ich mich entschieden, das Bild namenlos in die Welt zu schicken, als es mir im wahrlich letzten Moment doch noch seinen Titel zuflüsterte.

Rarely has an painting hesitated for so long to tell me his title.

For a week already, the big screen was waiting to show itself to you and wanted to first wear a name that it can present to you. I had already decided to send the picture nameless into the world, when it finally whispered its title to me at the last moment.

Ganz stolz strafft es jetzt seine Schultern und lacht euch farbsprühend zu:

Be free, dream wild!

It proudly tightens his shoulders and laughs at you with a splash of color:

Be free, dream wild!

Acrylic on unstretched canvas
123x 160 cm

 

Hier zeigt es sich euch noch ganz pur und an anderen Wänden:

Here it shows itself to you completely pure and on other walls:

 

 

In diesem Sinne: träumen wir wild und leben frei, meine lieben Freunde .Lassen wir unsere Flügel nicht beschneiden. Habt ein schönes Wochenende und genießt jeden Augenblick.

In this sense, we dream wild and live free, my dear friends. Let’s not prune our wings. Have a nice weekend and enjoy every moment.