Vera Komnig

Art/ Paintings and more…

No. 334, Soldat Esra, ein Hauptmann und eine Prinzessin…No. 334, soldier Ezra, a captain and a princess …

12 Kommentare

Was für eine fulminante Geschichte von Molly Logan zum Bild No. 334, ihrem Lieblingsbild und damit ist sie eine starke Konkurrentin im diesjährigen Kalender-Gewinnspiel- https://verakomnig.com/2015/11/23/12-kunstwerke-in-einem-kalender-zu-gewinnen-12-artworks-in-one-calendar-to-win/ ) , aber lest selbst:

What a brilliant story of Molly Logan to picture No. 334, her favorite picture, and thus she is a very strong competitor in this year’s calendar contest- ( https://verakomnig.com/2015/11/23/12-kunstwerke-in-einem-kalender-zu-gewinnen-12-artworks-in-one-calendar-to-win/), but read for yourself:

No. 334
Doch als die Horden des bösen Zauberers endlich zerschlagen waren, fand man die Prinzessin nicht.
Überwältigt von Trauer, aber dennoch auf ein Wunder hoffend setzte der König eine Belohnung aus: Derjenige sollte mirtGold und Edelsteinen überhäuft werden, der seine Tochter fand und wohlbehalten nach Hause brachte!
Dies verkündet, schloß er die mächtigen Tore des Schloßes und schwor, sie erst bei der Rückkehr seiner geliebten Tochter wieder zu öffnen.
Diesen Ruf vernahm Esra, ein junger Soldat in des Königs Diensten. Schon lange schlug sein Herz schneller, wenn er die schöne Königstochter sah, und schon lange war sie es, die er des nachts in seinen Träumen fand.
Doch so aussichtslos ihm seine Sehnsucht vorkam, so närrisch hoffend schlug sein Herz für sie.
Als ihm nun zu Ohren kam, was der König beschlossen hatte, machte er sich auf, die Prinzessin zu suchen. Leicht würde es nicht werden, aber er hegte einen Verdacht. Stoder Blank nämlich, der Hauptmann der Dorfwache, war ebenfalls verschwunden. Dies mochte in den Irrungen und Wirrungen eines fürchterlichen Krieges nicht weiter verwundern, Esra aber hatte schon immer das schwarze Herz und den Boshaften Zug Blanks erahnt. Und war Zeuge geworden, wie der Hauptmann nach den Schätzen des Königs gierte, mit Blicken voller Verlangen und Neid.
Nicht fern erschien Esra also die Möglichkeit, dass Stoder etwas mit dem Verschwinden der Königstochter zu tun haben könnte. Und so kam es, dass er sich, während alle anderen die Wälder und Felder, die Häuser und Hütten, die Berge und Seen nach der Prinzessin absuchten, der Fährte Stoders folgte.
Von Gasthaus zu Gasthaus, wo der Hauptmann seinen Proviant aufgefüllt hatte (die Prinzessin war derweil sicher irgendwo gefesselt zurückgelassen worden) verfolgte Esra den Bösen, bis er schließlich an einen Strand gelangte. Längst fern der Heimat haderte der junge Soldat, was nun zu tun sei.
“Dort drüben, hinter dem Nebel”, erklärte ihm eine alte Frau, “beginnt das offene Meer. Hüte Dich, junger Soldat, denn diese See ist eine zornige See! Wir sind Fischer und wissen um den Tribut, den wir zu zahlen haben: Nicht jedes unserer Boote kehrt heim und so manche Frau ist schon früh zur Witwe geworden!
Wenn Du aber mutig genug bist und das Meer Dir gewogen, erreichst Du in Richtung der Mittagssonne eine kleine Insel, einen Felsen nur, darin eine Grotte. Dorthin ist der Mann, den Du suchst, gerudert, so das Meer ihn nicht verschlungen hat”
Noch während die Frau weitersprach, sah sich Esra suchend um; kurze Zeit später hatte er von seinem letzten Ersparten ein Fischerboot gekauft und machte sich auf den Weg.
Wie die Alte es ihm prophezeit hatte, fand er hinter dem Nebel das offene Meer. Sofort begann der Wind an ihm zu zerren und die Wellen schlugen salzige Tropfen in sein Gesicht. Aber Esra ruderte verbissen weiter.
Der Sturm nahm zu und die Wellen türmten sich eine um die andere auf; so rasend tobte das Meer, dass das kleine Fischerboot auf den Wellen tanzte, wippte, zuckte, ein winziger Spielball der Urkräfte, und Esra vermochte kaum mehr, als sich mit einer Hand am Bootsrand festzuklammern, mit der anderen die Ruder zu halten und aus tiefstem Herzen zu den Göttern zu beten.
Nie hatte er mehr Angst gehabt, aber nicht um sich: Wenn er hier und jetzt versagte, wer würde die Prinzessin dann noch hier suchen?
Nie hatte Esra verbissener gekämpft, aber nicht um seinetwillen: Was war schon sein Schicksal gegen das der zarten Prinzessin?
Esra war beinahe am Ende seiner Kräfte, als der Zufall es wollte, dass eines Gottes Blick auf den mutigen Soldaten fiel, der im Sturm des Meeres um sein Leben kämpfte. Und es gefiel dem Gott, was er sah.
“So viel Tapferkeit will ich belohnen”, sprach der Gott. Er vertrieb den Sturm und senkte die Wellen und fast am Ende seiner Kräfte erreichte Esra die Grotte.
Wie es sich begab, hielt der böse Hauptmann gerade ein Schläfchen, vollgestopft mit den Köstlichkeiten, die er die Prinzessin für sich zuzubereiten zwang. Esras Herz klopfte bis zum Hals, als er die Schöne erblickte und sich ihre Hand seidenweich in die seine legte. Gemeinsam flohen sie von der Insel.
Der Hauptmann wurde wach und brüllte vor Zorn. Esra hatte nicht bedacht, dessen Boot loszubinden, aber der Gott war dem Paar wohlgesonnen, so dass es dem Schurken den Wind und die Wellen ins Gesicht zwang.
So kam es, dass nur des Hauptmanns wütendes Brüllen die Beiden eine Zeit lang verfolgte, sie waren in Sicherheit.
Auf der Heimreise erzählte die Prinzessin mit gesenktem Haupt von Stoder Blanks finsterem Plan.
“Er wollte den Krieg abwarten und mich dann heimführen”, erzählte sie eines Abends und Esra sah im Schein des Lagerfeuers ihre Tränen glitzern. “Er wollte so tun, als hätte er mich gerettet und als Lohn meine Hand einfordern”
Sie schluchzte auf und verbarg ihr Gesicht in den zitternden Händen.
Zögernd und zaghaft setzte sich Esra näher und legte einen Arm um sie. Erstaund schaute sie auf und ihre Augen fanden seine.
Zurück im Königreich, in dem nun für alle Zeiten Frieden herrschen sollte, nahm Esra die schöne Königstochter zur Braut. Das Gold und die Edelsteine, mit denen der König ihn überhäufte, nutzte er, um das zerstörte Land wieder aufzubauen.
Der böse Hauptmann Stoder Blank aber blieb für alle Zeiten auf der Insel gefangen, wo er niemandem etwas anhaben konnte. Und noch heute erzählen sich die Menschen des Fischervolkes die Geschichte von dem Unhold, der auf der Insel haust, und dem tapferen Soldaten, der kam und seine schöne Prinzessin rettete.“
**Und nun müssen wir Molly noch um eine Übersetzung ins Englische bitten! .. And now we have to ask Molly nor a translation into English 😀
No. 334
Bild No. 334 Acryl auf Leinwand Format: 30x 40 cm

Bild No. 334
Acryl auf Leinwand
Format: 30x 40 cm

Bis zum 14. 12. 2015 habt ihr noch Zeit, eure Geschichte, zu eurem ganz persönlichen Lieblingsbild zu erzählen und den Kalender zu gewinnen 🙂 … Until 14. 12. 2015 you still have time to tell your story  about your own favorite image and to win the calendar 🙂

Ich freue mich auf eure Geschichten!!..  I look forward to your stories!

*Feel free to share and comment.

Fly with the wings of happiness through a colorful life. *

Autor: Vera Komnig

Ich bin diplomierte Grafik Designerin und freie Künstlerin, die für ihr Leben gern in Farbe schwelgt, schwimmt, sie atmet und "trinkt", spürt und riecht. Ich liebe es, kreativ schöpferisch tätig zu sein und dem "Flow" zu folgen und gehe gerne auch mit "ungewöhnlichen" Materialien um.

12 Kommentare zu “No. 334, Soldat Esra, ein Hauptmann und eine Prinzessin…No. 334, soldier Ezra, a captain and a princess …

  1. Ich fühle mich geehrt, liebe Vera! 🙂
    Nur das mit dem Englisch, *räusper*, da lass ich besser sie Finger von …
    -> Deine Leser sind ja klasse, ich bekomme hier bald mehr Sternchen, als in meinem eigenen Blog, 😀 😀 😀

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  2. Pingback: Ein Märchen im Stiefel | Von der Uni an den Herd

  3. schöne Geschichte, ich wünsche dir einen guten 2. Advent

    Gefällt 2 Personen

  4. phenomenal paintings, I’m following your artistic blog

    Gefällt 2 Personen

  5. Pingback: Und der Gewinner ist…And the winner is… | Vera Komnig

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